Das Leben eines Rentners in Deutschland

Seit nun gut 10 Jahren bin ich ein offiziell ein Rentner. Bis zu dem Zeitpunkt habe ich fast mein ganzes Berufsleben ununterbrochen gearbeitet und nun fand damals alles ein plötzliches Ende. Ich wurde Rentner. Wie sich die letzten 10 Jahre als Rentner aus meiner Sicht Deutschland gestaltetet haben, können Sie hier nachlesen.

Altersarmut

Dadurch dass ich nie ein Großverdiener war, war meine Rente auch relativ bescheiden. Ich und meine Frau mussten uns zunehmend einschränken. Doch schnell fanden wir Möglichkeiten und Wege, Geld zu sparen und auch etwas auf die Hohe Kante legen zu können. Denn wir hatten ja Zeit, all die Prospekte der Discounter zu studieren und uns auf den Weg zu den billigsten Produkten zu machen – auch wenn wir das früher – als Teil der arbeitenden Bevölkerung – in dem Ausmaß nie getan hatten. Zudem nahm ich einen sogenannten Mini-Job an. Wenn auch nur im Sommer: Ich war verantwortlich für eine ganze Minigolfanlage am Wochenende und betreute diese Samstag und Sonntag bei schönem Wetter. Dies gab mir eine neue Tätigkeit und neue Aufgabe. So schaffe ich es mit meiner Frau, die ebenfalls Rentnerin ist, doch relativ gut über die Runden zu kommen und ich fühle mich gut in Deutschland aufgehoben. Wir haben alles was wir brauchen und ich fühle mich zudem auch sicher.

Zunehmende Vergesslichkeit

Persönlich muss ich sagen, dass sich die zunehmende Vergesslichkeit bei mir so langsam bemerkbar macht. Aber ich bin nun auch schon über 75 Jahre alt. Aber man hat als vergesslicher Rentner so seine Tricks drauf, um gegen die Vergesslichkeit anzukämpfen. Aber, das muss ich sagen, ich leide noch nicht darunter und meine Erinnerungen an meine Jugend sind dafür um so stärker ausgeprägt. Auch bin ich froh in Deutschland zu leben, da hier alles sehr geordnet abläuft, was für meine Struktur im Alltag wichtig ist.

Freude über die Schritte der Enkelkinder

Was ich vor lauter Familien- und Arbeitsstress früher bei den eigenen Kindern nur teilweise beobachten konnte, erlebe ich nun hautnah mit: Das Wachsen und Gedeihen der Kinder meiner Kinder, sprich: meiner Enkelkinder. Da die eigenen Kinder familiär und auch mit der Arbeit viel um die Ohren haben und sich hier und da mal etwas Freizeit gönnen wollen, nehme ich gerne die Enkelkinder für ein, zwei Tage im Monat bei uns auf. Wie sie wachsen und was sie in ihrem Alter schon alles wissen ist einfach unglaublich. Als Rentner hat man ja Zeit und fährt, da wir in Nord Deutschland wohnen auch gerne mal ans Meer.

Die heutige Jugend sehe ich mit gemischten Gefühlen

Im Jahr 2017 sehe ich allgemein die Jugend in Deutschland und zudem die in unserer Großstadt zum Teil mit kritischen Augen. Zum einen bemerke ich, häufig beim U-Bahn fahren (wir wohnen in einer großen Stadt) häufig, dass mir ein Platz angeboten wird, was mich sehr freut. Auf der anderen Seite bemerke ich häufig, dass die Jugendlichen – gerade die Jungen – sehr abfällig über das weibliche Geschlecht sprechen. So etwas hat es bei uns früher – und auch in der Generation meiner eigenen Kinder – nicht gegeben.

Private Krankenversicherung für Rentner

Da ich auf der Suche nach einer PKV für Rentner war, entschloss ich mich nicht nur dazu, alle Angebote miteinander zu vergleichen, sondern auch auf die einzelnen Vorteile der jeweiligen Anbieter einzugehen. Meine Beiträge zahle ich als privat versicherter Rentner selbst. Dabei richtet sich der monatliche Beitrag nicht nur nach meinem Einkommen, sondern auch nach meinem versicherten Gesundheits- und Pflegerisiko. Heisst also für mich als Rentner: der Beitrag richtet sich nach meinem aktuellen, gesundheitlichen Befinden und meiner monatlichen Rente. Da ich mich allerbester Gesundheit erfreue, war ich erstaunt, wie günstig die Versicherung bei manchen Anbietern ausfällt. Hier lohnt sich in jedem Fall der direkte Vergleich auf den einschlägigen Online Plattformen. Auf denen kann man nämlich nicht nur die monatlichen Beiträge, sondern auch die ganzheitlichen Leistungen der verschiedenen Versicherungen direkt miteinander vergleichen. Hier kommt es natürlich nicht nur auf den Gesundheitszustand an, sondern auch auf die Ansprüche, die ich als Versicherungsnehmer im Krankheitsfall habe.

Ein spezieller Zuschuss ist bei der PKV für Rentner möglich

Von meinem Rentenversicherungsträger kann ich pro Monat einen separaten Zuschuss bekommen, welcher mir gemeinsam mit der Rente ausgezahlt wird. Dieser Anspruch gilt jedoch nur, wenn die Private Krankenversicherung der Deutschen Aufsicht unterliegt und Europarecht anwendet. Dabei kommt es weder auf den vereinbarten Tarif noch auf den Versicherungsschutz an. Es ist ausreichend, wenn ich mich bei meinem Tarif für einen dieser Punkte entscheiden habe:

1. Kosten für Arznei-, Heil- oder Hilfsmittel
2. stationäre Heilbehandlung (auch Krankenhaus)
3. ambulante Heilbehandlung
4. zahnärztliche Behandlung (samt Kosten für Zahnersatz)

Damit der Zuschuss zeitgleich mit meiner Rentenzahlung beginnt, entschied ich mich dazu, diesen rechtzeitig zu beantragen. Übrigens enthalten die Rentenanträge genau für diese Belange bereits vorgefertigte Felder. Da ich in meinem Fall zusätzlich noch eine Witwenrente erhielt, berechnet sich die monatliche Bezuschussung aus der Gesamtsumme beider Renten. Er ist jedoch nur auf die Hälfte meiner tatsächlichen Beitragsaufwendungen begrenzt. Übrigens wird bei der Zuschussberechnung eine gesetzliche Rente, die aus dem Ausland kommt, nicht berücksichtigt.

Tarifwahl der PKV für Rentner individuell anpassen

Natürlich ist mir klar, dass mit zunehmendem Alter auch das Risiko steigt, wo ich Gesundheitsleistungen in Anspruch nehmen muss. Allerdings gibt es bereits im Vorfeld einige Punkte, die es bei der Entscheidung für eine Private Krankenversicherung zu beachten gilt. Ab dem 60. Lebensjahr sind private Versicherungen nämlich sogar verpflichtet, über Tarifkonditionen zu informieren, die für mich am günstigsten sind. Ab dem 65. Lebensjahr entfällt die Möglichkeit auf eine Krankentagegeldversicherung. Die bis zu diesem Zeitpunkt zurückgelegten Mittel sind jedoch nicht verloren, sondern werden für die Kompensation der Beitragssteigerung verwendet. Ab dem 80. Lebensjahr ist sogar eine Beitragssenkung möglich. Hier sollte unbedingt mit dem Versicherungsträger gesprochen werden. Diese Senkung ist nämlich von der Vorversicherungszeit und der allgemeinen Entwicklung im Gesundheitswesen abhängig.